1,2 Millionen Dollar für die "Erforschung der grundlegenden Moleküle des Lebens"

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Dr. Clara Correia-Melo vom Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut in Jena, Dr. Kasper Fugger von der University College London und Prof. Dr. Pedro Beltrao von der ETH Zürich wurden von der internationalen Förderorganisation Human Frontier Science Program mit einem Forschungsstipendium ausgezeichnet. In den nächsten drei Jahren werden die Wissenschaftler gemeinsam an dem Projekt "Discovering the chemical space of bioactive modified nucleotides and their enzymatic repertoire." (Entdeckung des chemischen Raums bioaktiver modifizierter Nukleotide und ihres enzymatischen Repertoires) arbeiten.

Jena/London/Zürich. Was als bloße Idee begann, ist nun Realität geworden. Dr. Clara Correia-Melo, Dr. Kasper Fugger und Prof. Dr. Pedro Beltrao reihen sich in die Riege weltweit führender Wissenschaftler ein, indem sie von der Human Frontier Science Program gefördert werden. Das Team aus Jena, London und Zürich gehört zu den 5 Prozent der Bewerber, die die Jury überzeugt haben. Das Besondere an diesem Stipendium: Der Fokus liegt darauf, verschiedene Wissenschaftsbereiche zusammenzubringen, um explizit innovative Forschung zu fördern.

In ihrer Nachwuchsgruppe "Wirt-Mikrobiom-Metabolismus des Alterns“ am FLI in Jena untersuchen Clara und ihr Team, wie Stoffwechselinteraktionen zwischen Zellen zelluläre und Gewebefunktionen prägen und wie sie den Beginn, den Verlauf und die Reaktion auf Therapien von Krankheiten beeinflussen. Sie nähern sich dieser Forschung aus verschiedenen Blickwinkeln, einschließlich der in vitro-Charakterisierung des Stoffwechselaustauschs zwischen Zellen und der in vivo-Validierung von Stoffwechselmodulatoren zellulärer und Gewebefunktionen im Kontext des Wirts, des Wirts-Mikrobioms und der Mikroben.

Für seine Forschung nutzt das Jenaer Team robotergestützte Plattformen für den Hochdurchsatz zur funktionellen Charakterisierung von Säuger- und Mikroorganismensystemen. Darüber hinaus steht ihnen eine auf hochsensitiver Massenspektrometrie basierende zielgerichtete Metabolomik-Plattform zur Verfügung. Einen weiteren Grundpfeiler bildet die Entwicklung von Methoden zur umfassenden und präzisen Quantifizierung von Metaboliten in wichtigen Stoffwechselwegen.

Das Know-how und die exzellenten technischen Ressourcen des FLI werden nun im Rahmen des Projekts mit der anerkannten Expertise der Forscher aus London und Zürich kombiniert. "Unser aktuelles Wissen ist nur die Spitze des Eisbergs. Wir sind nun bereit, tiefer einzutauchen und freuen uns auf faszinierende Entdeckungen", sagt Clara. Drei Jahre lang werden die Wissenschaftler gefördert. Die Ergebnisse ihrer „Out-of-the-Box“-Arbeit werden später wichtige Erkenntnisse für weitere Forschungsprojekte weltweit liefern.

 

Hintergrund:

Das Human Frontier Science Program (HFSP) ist eine internationale Förderorganisation für Forschung in den Lebenswissenschaften. Das Programm zielt darauf ab, bahnbrechende und interdisziplinäre Forschung zu unterstützen, die grundlegende Fragen in der Biologie klären möchte. Es fördert die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen und Ländern, um neue Erkenntnisse über komplexe biologische Prozesse zu gewinnen. HFSP finanziert Forschungsprojekte, Fellowships für junge Wissenschaftler und organisiert Programme zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit und Kommunikation.